…dreams are made of this…

Der degenerierte Clown hängt die Fische zum Trocknen auf die Leine.
“FICK DICH! FICK DICH! FICK DICH! FICK DICH!”
denkt er sich, während der Nebel seine Gedanken auffrisst.

Wer trat denn auf den Marienkäfer?

Würmer tanzen auf dem Ast, fressen sich durch parallele Welten, während das Orchester die Szenerie mit morbiden Symphonien begleitet.
Die Marionette dirigiert hinter milchigen Glas den musikalischen Unheilsfluss.
Ein Mädchen im hellblauen Kleid tanzt sich zwischen fauligen Blumen hindurch, lenkt den Sonnenstrahl auf eiterschwangere Wolken.

Es wohnt im Abflussrohr!

Schemenhafte Worte , nicht greifbar im Kopf hinterlegt, treiben den Puppenspieler in den Wahnsinn, lassen Realitäten leben… Unwirklichkeiten sterben, spülen die Reste hinfort.
Futter für das Tier!

tick tack tick tack tick tack tick tack
1, 2, 3, … Sie marschieren durch die Nacht.

REISS ES AUF! REISS ES AUF! REISS ES AUF!
pocht es hinter der Schläfe…

Die Zeit! Man hat die Zeit verbogen!

“Wer manipulierte die Synapsen?” fragte sich der Wissenschaftler, bevor er sie zum nächsten Tanz aufforderte. Abulisch folgte sie seiner Aufforderung, spitze die Lippen und sagte “Ooooooo”

Gelbe Tannen wachsen auf dem Erdbeerbeet, versperren die Aussicht auf das Augenlicht.
Die Spinne hat ihr Netz gesponnen, ist bereit für das Abendmahl.
Asche und Blut…
“Warum bist du erblindet?” fragt das Kind die Mutter.
“Ich habe sie gesehen!”, antwortet diese und geht den Hund füttern… nur den Hund… die Katze vergass sie an diesem Abend.
Der Orgelspieler vor dem Küchenfenster lenkte sie ab. “Der sieht aus wie mein Vater.”, kam es ihr in den Sinn. “Unsinn!” Sie versuchte diesen Gedanken abzuschütteln… “Er kann es nicht sein…erst gestern sprach sein Kopf aus dem Gefrierfach zu mir!” versuchte sie sich zu erinnern.
“Oder?” Zweifelnd rief sie ihr Kind zu sich: ” Bitte geh doch in den Keller und fang uns ein paar Ratten zum Abendessen.” Murrend folgte es.

Ein Fehler legt das System lahm.

USE ME! ABUSE ME!

tock tock tock
Schliess die Tür!

Wahrheiten fressen Furchen in die Haut
Der Meister hinterlässt seine Signatur auf dem Narbenfeld, träumt von Unsterblichkeit.

“Komm doch bitte zurück!” ruft das Kind dem Pferd im Spiegel hinterher. “Warum sollte es das tun?” fragt der fremde Mann hinter ihr. “Und nun zieh dich wieder an, wir müssen gehen!”

“Wir haben frische Herzen im Angebot!” “2 Pfund bitte.” “Bitte sehr, die Dame, einen angenehmen Abend noch.” …tönt es aus der Spieluhr, auf der sich die zerbrochene Ballerina dreht.

Wer hat die Leiter gegen eine Couch ausgetauscht?

Das Tier reisst den Körper in zwei Hälften, lässt ihn trotzalledem weiterleben.
Den morbiden Reigen tanzen sie von nun an gemeinsam.

“Wach auf, mein Engel!” ruft er ängstlich.
“Wach auf, die Nacht bricht an!”
“Bitte! So wach doch auf und sag mir:”
“WAS HAB ICH GETAN!”

Der Geliebte streicht über ihr Haar und ärgert sich über die roten Flecken auf seiner Kleidung.
Das Publikum spendet tosenden Beifall und bricht dann unter dem Gestank zusammen.

Die Sonne wendet sich müde ab.
Der Traum endet, als die Nacht beginnt.
Wie ist es, mir beim Sterben zuzuschauen?

Friday, 29. April 2005 4:11 am | Braindumps | Komentare: 1 | MissAntroph

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Comments

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Jessica

Comment on September 25, 2011 @ 1:59 pm

Wie das einfach nur genial ist :)

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